Es war Freitag der 13te Februar, als ich mit müden Augen um 6:00 Uhr morgens die Adresse unseres nächsten Erste-Hilfe-Kurses ins Navi eingab. „Luststraße 69, 81369 München“. Unsere Fahrzeit wurde mit 1,5 Stunden berechnet. Eigentlich ja halb so wild, doch jeder, der schon einmal eine halbe Tonne Equipment in München ausladen musste weiß, dass man sicher noch einmal genau so lange mit dem Simulationsaufbau beschäftigt war. Etwas nervös waren wir diesmal schon, vor allem weil uns diesmal ein 10-köpfiges „Hasenteam“, wie sie sich selber nannten, erwartete.

Mysteriöse Ankunft

Nach einer anstrengenden Autofahrt und einer lagen Suche nach der richtigen Einfahrt, wir mussten durch eine dunkle Seitenstraße und 3 als Autowaschanlagen getarnten Innenhöfe fahren, erreichten wir schließlich unser Ziel. Wie gewohnt gingen wir zu erst einmal die Kurs-Location erkunden, um die idealen Räumlichkeiten für unser Notfalltraining ausfindig zu machen. An der Rezeption stellten wir uns höflich vor und erkundigten uns nach dem größten Raum. Freundlich entgegnete uns die junge Dame „Du mir folgen“ und führte uns auf eine kleine Bühne, wo sie freundlicherweise bereits ein beleuchtetes Matratzenlager vorbereitet hatten. Sogar die Kameras für unsere Nachbesprechung waren bereits installiert, sodass wir uns einige Arbeit ersparten. 🙂

Die richtigen Kursinhalte für die Bordell-Mitarbeiterinnen

Nachdem sich das ganze Team im Halbkreis versammelt hatte, starteten wir wie gewohnt unser Notfalltraining. Da es uns in unseren Kursen immer sehr wichtig ist auf die individuellen Wünsche und Notfallsituationen unserer Kunden einzugehen, erkundigten wir uns zuallererst über die häufigsten Notfälle der letzten Jahre. Wie wir es schon erwartet haben, kommt es scheinbar in Bordellen des öfteren zu Unfällen:

#1 Schwere Traumata und Stichverletzungen
Nicht selten kommt es vor, dass sogenannte „Spielsachen“ eingesetzt werden.
Viele dieser Gerätschaften sind allerdings derart invasiv, dass diese eigentlich dem MPG (Medizinproduktegesetz) unterliegen. Leider jedoch werden die Mitarbeiterinnen nur   oder gar nicht auf die drohenden Gefahren eingeschult. Daher sind Anwendungsfehler vorprogrammiert, die dann mit schweren Verletzungen der Kunden – sowie auch des Personals enden.

#2 Verbrennungen, Kratz- und Schürfwunden
„Wir sind bekannt dafür 110% zu geben“, meinte Anastasia, während sie sich ihr Leoparden-Outfit zurechtrückte. Leider buchen auch trotz der vermehrten Warnungen immer mehr Personen unser Angebot „Den wilden Ritt“. Dabei gehören zu den “Nebenwirkungen” Hautausschläge, Kratz- sowie Schürfwunden und schwere Verbrennungen. Anastasia kann sich noch genau an Uwe erinnern, einem sehr heißen Typen. Dieser ging sprichwörtlich in Flammen auf. Auf dem Foto konnte man erahnen, das Uwe mindestens erstgradige Verbrennungen davon getragen haben musste:

#3 Hoher Querschnitt durch Schwertschlucken
Als fatalsten Unfall verzeichnete das noch relativ junge Gewerbe einen hohen Querschnitt auf C3-C4 einer sehr engagierten Mitarbeiterin. Sie wollte sich selbst auf die Bestenliste im Schwertschlucken setzten und unterschätze dabei allerdings die Länge der tödlichen Waffe. Sie war auf der Stelle tot.

Effektive Reanimation – aber Achtung auf Piercings

Um eine hochwertige Herzdruckmassage sowie eine Defibrillation zu ermöglichen, muss der Brustkorb der Patienten frei gelegt werden. Aber auch dieser einfach erscheinende Schritt gestaltete sich als nicht ganz trivial, da die Latexanzüge der Angestellten äußerst schwer zu schneiden sind. Auch ist darauf zu achten, dass es bei Brustwarzen-Piercings unweigerlich nach einer Defibrillation zu schweren Verbrennungen kommt (nicht so schwer jedoch wie bei Uwe – eh klar). Hier haben wir ein Foto vom feschen Mike, der von den Girls letzte Woche reanimiert werden musste, weil er auf Grund eines jahrelangen Anabolika-Abusus an einer schweren Myokarditis leidete und beim Vorspiel bereits schlapp machte.

Fotostrecke und Änderungen am Simulator

Nach einem lehrreichen, theoretischen Vormittag festigten wir das Erlernte mit Real-life Fallbeispielen, wobei wir auch unseren Simulator an das neue Umfeld anpassen mussten. Gott sei Dank, sind wir natürlich auch für solche spezial Situationen bestens vorbereitet. Dass die Bordell-Mitarbeiterinnen möglichst unter realen Bedingungen trainieren konnten, mussten einige Änderungen am Simulator vorgenommen werden. Schließlich ist es uns ja immer sehr wichtig, dass KursteilnehmerInnen vergessen, dass es sich um ein Training handelt. Selbstverständlich haben wir für dich eine Fotostrecke erstellt mit kurzen Erklärungen, damit du verstehst, was am Bild zu sehen ist.

#1 Wir haben nur heiße Trainer angestellt. Langweilige Typen taugen nicht. Hier im Bild Frederick, Facharzt für Anästhesie. Er ist gerade am Weg und wird den Kurs leiten. Wenn du seine Nummer willst, schreib uns eine Mail! Frederick ist immer offen für Neues.

#2 Jana und Paula simulieren einen flotten Dreier. Der Freier erleidet eine Herzattacke – nun muss jeder Handgriff sitzen:

aprilscherz

#3 Anton wird geknebelt. Als reiner Mundatmer bei Septumdeviation keine gute Idee. Pamela muss nun den Ernst der Lage erkennen und mit der Reanimation starten.

#4 Der Zuhälter (Boss) bekommt eine PEA nach übermäßiger Kokain-Konsumation. Lernziel: PEA erkennen und mit der Reanimation starten:

#5 Kevin hat sich überfressen am “All u can eat – Buffet”. Es kommt zur Aspiration und zum Atemstillstand. Rechts im Bild Anastasia, die alles genau beobachtet:

BONUS: Pocketcard-Download für langweilige Nachtdienste

Zum Schluss des Kurses offenbarten uns die Girls noch einige „Profi-Tipps“ zur perfekten Liebesnacht. Da wir uns auch unseren treuen Blog-Lesern verpflichtet fühlen, dieses wertvolle Wissen weiter zu geben, haben wir es in komprimiertem Format, in Form einer handlichen Pocket-Card für die Kitteltasche verpackt. Getarnt als Antibiotikum-Guide fliegt das ganze unmöglich auf! Du erfährst nun, wie du die Pocketcard in 2 Minuten selber zusammenbaust!

Dein Simulation-Centers-Team wünscht ab sofort unterhaltsame Nachtdienste!

#1 Download der PDF.
Drucke die PDF aus – am besten in Farbe. Hier kannst du die PDF downloaden!

#2 Falten der Pocketcard
Falte an den strichlierten Linien die Pocketcard Wenn du alles richtig gemacht hast, dann schaut das Endergebnis so aus:


Etwas Spaß muss sein

Ihr könnt vielleicht erahnen, welchen Spaß wir gestern im Büro hatten. Wir liebe unsere Arbeit, wir lieben unsere Kunden, wir lieben unser Leben! Lachen ist gesund – und so hoffen wir, dass auch du heute mit unserem Beitrag was zum Lachen hattest! Wenn er dir gefallen hat, dann teile ihn bitte auf Facebook und gib uns einen Like! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, natürlich maximal seriös wie immer. Passt auf euch auf, bleibt gesund!

In Liebe, euer Simulation-Centers Team

Ja gerne komme ich euch wieder mal besuchen!

Dieser Beitrag befindet sich in der Kategorie Satire und wurde am 1.4.2020 als Aprilscherz veröffentlicht.

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Alle Kurse finden ab sofort wieder statt!

Aufgrund der neuen Bestimmungen und der daraufhin eingeführten Lockerungen haben wir beschlossen, alle geplanten Kurse durchzuführen.

Ab sofort stellen wir Desinfektionsmittel, Mundschutz und Handschuhe für alle KursteilnehmerInnen bereit, damit die Übungen sicher und ohne Sorge ablaufen können! Der Sicherheitsabstand wird während der Kurse eingehalten.

Die Grenzen sind für berufliche Zwecke wieder offen! Die Einreise ist daher kein Problem!