Vor allem als Kinderarzt solltest du auf Notfälle mit Säuglingen vorbereitet sein, doch auch als Allgemeinmediziner oder Notarzt könntest du jederzeit mit einem Säuglings-Notfall konfrontiert werden.

In einem solchen Fall ist besonderes Feingefühl gefragt: Zum einen ist da der zerbrechliche kleine Körper vor dir, zum anderen stehen da die nervösen, aufgeregten Eltern.
Aber was war bei Babys nochmal anders als bei Erwachsenen?

In diesem Beitrag verrate ich dir, welche Hürden bei Erste Hilfe am Säugling auf dich zukommen und wie du damit umgehst!

Hürde #1 Säuglinge haben weniger „Reserven“ und es kommt schneller zum Notfall

Bei einem Säugling können hohes Fieber, Durchfall oder Luftnot vergleichsweise schnell lebensbedrohlich sein. Die Kleinen ersticken schneller, da sie kleinere Lungen haben. Sie verbluten schneller, da sie weniger Blutvolumen haben.

Daher ist es wichtig, frühzeitig medizinische Maßnahmen zu ergreifen, um beispielsweise Blutungen zu stoppen oder die Atemwege des Babys zu befreien.

Hürde #2 Notfallmedikamente für Säuglinge richtig dosieren

Für den kleinen Körper müssen natürlich auch Notfallmedikamente geringer dosiert werden. Aber wie viel genau solltest du verwenden?

Vielleicht hast du mal gehört, dass du bei einem Kind beispielsweise nur 0,1 mg Adrenalin je Kilogramm Körpergewicht spritzen solltest. Um diese Menge messen zu können, musst du sehr präzise arbeiten und benötigst die passenden Spritzen.

Damit du im Notfall nicht ins Schwitzen kommst, möchte ich dir einen einfachen „Trick“ verraten:

Spritze 1 Ampulle Adrenalin (1 ml) in eine 100 ml Kochsalzlösung. (Dadurch verdünnst du das Adrenalin auf eine Säuglings-gerechte Dosis).

Wiegt das Baby beispielsweise 4 kg, spritzt du nun 4 ml von dieser Mischung. Wiegt es 7 kg, bekommt es 7 ml, etc.

Hürde #3 Weniger Platz für dich und dein Team

Bei einem Notfall ist es von Vorteil ein möglichst großes Team zu haben. Dadurch könnt ihr euch beispielsweise bei der Reanimation abwechseln.

Selbst wenn sich zwei oder drei deiner Mitarbeiter gleichzeitig über den Patienten beugen, kannst du üblicherweise noch die Gesichtsfarbe beobachten oder sehen, was deine Assistenten genau machen.

Bei einem Baby steht man sich schnell mal im Weg – dadurch ist es in diesen Fällen besonders wichtig, ein eingespieltes Team zu haben. Bei regelmäßigen Notfalltrainings lernt dein Team, in solchen Fällen gut zusammen zu arbeiten.

Hürde #4 Der Umgang mit den Eltern

Eine besondere Herausforderung ist der Umgang mit den Eltern. Diesen fällt es in der Regel äußerst schwer, tatenlos dabei zu stehen und sie lassen ihr Kind nicht gern aus den Augen.

Besonders herausfordernd wird dieser Punkt beispielsweise, wenn du als Notarzt zu einem Fall von plötzlichem Kindstod gerufen wirst.

Treten dir die Eltern regelrecht „auf die Finger“, während du eigentlich deine Arbeit machen (z.B. das Kind reanimieren) willst, kannst du diesen einfachen Trick anwenden:

Sage den Eltern: „Sie gefährden das Leben Ihres eigenen Kindes, wenn Sie uns nicht in Ruhe arbeiten lassen!“ – Ich kann dir aus meiner Erfahrung als Anästhesist im Schockraum der Univ.-Klinik Innsbruck sagen, dass dieser Satz wirkt.

Durch regelmäßiges Training am Babysimulator kannst du dich und dein Team auf Säuglingsnotfälle vorbereiten

Als langjähriger Notarzt und Intensivmediziner kann ich dir bestätigen: Regelmäßiges Notfalltraining hilft dir, bei einem „echten“ Notfall ruhig zu bleiben und richtig zu reagieren. Wie ich dir in diesem Beitrag gezeigt habe, sind Babynotfälle anders als Notfälle mit Erwachsenen Patienten.

Daher kann es sich für deine Praxis lohnen, neben „normalen“ Notfällen auch Notfälle am Babysimulator zu trainieren. Der Babysimulator sieht wie ein Baby aus und reagiert auch so. Zudem gibt er dir Feedback, ob du beispielsweise bei der Herzdruckmassage tief genug (und nicht zu tief) drückst.

Du möchtest mehr über das Ordinationstraining erfahren oder dich und dein Team gleich anmelden?

Bei unseren Ordinationstrainings berücksichtigen wir, ob Säuglingsnotfälle in deiner Praxis eine Rolle spielen könnten. In diesem Fall bringen wir neben dem „normalen“ Simulator auch den Babysimulator zum Trianing mit.

Klicke jetzt auf diesen Link, wenn du mehr darüber wissen möchtest: https://simulationcenters.com/produkt/ordinationstraining/

Herzlichst,
das Ärzteteam der Simulation.Centers Corporation

Ja, ich möchte mehr über das Training für Arztpraxen erfahren!

Foto: ©

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